Wir waren dabei - beim heissen Event 2016

Heissestes Heidefest aller Zeiten ?

   
Für die Besucher war es an diesen beiden Tagen schwer, sich zu entscheiden. Nicht nur wegen der bereits seit Tagen angekündigten Temperaturen von über 30 °C, sondern auch bei der Qual der Wahl, welche der vielen Veranstaltungen im Dortmunder Raum zu bevorzugen sei. Als sich um 11.00 Uhr die Tore des Botanischen Gartens öffneten, sah es so aus wie immer. Ungeduldige Menschen strömten zu den ca. 80 Ständen, die entlang der Haupt und Nebenwege von der Lindenallee aufwärts, vorbei am Heidemoor bis zum Bildungsforum und abseits über die zahlreichen Nebenwege bis hin zum Nosearboretum mit viel Liebe und Umsicht aufgebaut waren. Doch nach den ersten Stunden machten sich die Einflüsse bemerkbar, die nicht nur den Temperaturen, sondern auch der Vielzahl von Großveranstaltungen im gesamten Raum Dortmund geschuldet waren. Hinzu kamen die bekannten Parkprobleme rund um den Rombergpark herum, ab 14.00 Uhr zusätzliche Parkbelastungen durch die Besucher des Bundesligaspiels BVB - Mainz. Nichts ging mehr und dies führte schnell zu einer erheblichen Reduzierung der Besucherzahlen. Hinweise auf öffentliche Verkehrsmittel fruchten nichts, wenn die Menschen bepackt sind mit Stauden, Gehölzen und Pflanzen, die für den heimischen Garten vorgesehen sind. Die müssen schließlich nach mehr oder weniger langen Fußwanderungen zum und vom Verkehrsmittel erst einmal nach Hause geschleppt werden.
Auch die Händler des Heidemarktes spürten diese Einflüsse schmerzlich, resignierten angesichts der höher und höher steigenden Temparaturen, waren aber immer ansprechbar mit fröhlichen Gesichtern und fachlichen Informationen.
Auch der Freundeskreis des Botanischen Gartens hatte sich mit 38 Helferinnen und Helfern vorbereitet und bot die berühmten selbstgebackenen Kuchen, die leckeren Grillwürstchen, kalte Getränke und nicht zuletzt die "Urbrote" aus Huckarde an. Vegetarisches wurde zum ersten Mal vom Mitglied des Freundeskreises L. Kartal und Familie angeboten und wurde gern angenommen. Unterhalb des ehemaligen "Kutscherhauses" derer von Romberg gab es mit der Gruppe "Spielbogen" aus dem Westfalenpark Bastelmöglichkeiten, die alsbald von ihren Besitzern stolz als Kopfbedeckung getragen wurden. Am Sonntag boten die "Go-Spieler" ihr altes asiatischen Knopfspiel an und vor dem ehemaligen Verwaltungsgebäude war Gelegenheit für mutige Kinder, sich im Klettern zu üben, eine spannende und aufregende Beschäftigung.
Wer Zeit mitgebracht hatte, nahm gern die Gelegenheit wahr, abseits der kommerziellen Geschäftigkeit, Erholung in der Natur zu finden. Der Botanische Garten bietet eben in jeder Situation seine unübertrefflich angenehmen Seiten an. Eine davon war sicher auch das Erlebnis "Barfuß-Weg", der unter alten Kiefern am Rand des Heidemoors entlang führte und neugierigen jungen und alten Besuchern nicht alltägliche Gefühle beim Beschreiten der unterschiedlichen Wegoberflächen bescherte. Manche wollten dies gleich mehrmals erleben.
Dennoch war unübersehbar, dass gerade mal knapp die Hälfte der sonstigen Besucherzahlen zu verzeichnen waren. Die Sonne brannte zu intensiv. Am Sonntagmorgen sah die Situation schon anders aus. Die nächtliche Abkühlung machte sich bemerkbar und wurde dankbar registriert und bis ca. 14.00 Uhr gab es wieder die bekannten Szenen auf Wegen und an den Ständen.
Dieses Heidefest wird so bald nicht aus dem Gedächtnis der Besucher schwinden. Jedoch gab es auch darunter viele, die meinten: Was soll's - Hauptsache wir waren dabei!

 

    
    
   

An den Ständen des Freundeskreises gab es neben vielen bunten Informationen auch bereits die Broschüre zum kommenden "Tag des Denkmals" am 11. September im Botanischen Garten. Dort erfolgt um 11.00 Uhr die Eröffnung der Veranstaltung mit OB Ullrich Sierau und in Verbindung mit der Unterschutzstellung des Parks vor 10 Jahren wird die Bevölkerung zu einer großen Baumpflanzung im Nose-Arboretum an der Stoffregen-Allee eingeladen. Dabei ist nicht nur der Freundeskreis, sondern auch Nabu, BUND und Kakteenfreunde sowie die Bürgerbewegung "Rettet den Gutshof Brünninghausen" und natürlich die Dortmunder Denkmalsbehörde.